KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme – KI-SIGS

KI-Projekt für intelligente Gesundheitssysteme mit Partnern in Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen

Ein Nordverbund bestehend aus wesentlichen KI-Treibern in Norddeutschland ist im Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in die entscheidende Bewerbungsrunde aufgenommen worden. Mit dem Konzept „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) wurde unser Forschungsverbund am 13.03.2019 als einer der 35 besten Teilnehmer benachrichtigt. In der nun folgenden geförderten Wettbewerbsphase sollen von allen übrigen Teilnehmern detaillierte Roadmaps zur Umsetzung der Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Konsortien ausgearbeitet werden (April – September 2019).

Die UniTransferKlinik GmbH ist in dem Projekt der Konsortialführer. Partner des Vorhabens KI-SIGS sollen die Universitäten Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS in Bremen sein.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir den Zuschlag zur Ausarbeitung des Gesamtkonzepts für einen norddeutschen KI-Verbund für intelligente Gesundheitssysteme bekommen haben“, sagte Prof. Dr. Martin Leucker, Geschäftsführer der UniTransferKlinik. „Wir werden nun mit aller Kraft in den nächsten sechs Monaten unser Konzept derart ausbauen, um im Finale den Zuschlag für das durch Hochschulen, Forschungsinstitute, UKSH und insbesondere Medizintechnikunternehmen getragene KI-Zentrum zu bekommen."

Projektziel von KI-SIGS ist die Erarbeitung einer Umsetzungskonzeption für einen „KI-Space“ für intelligente Gesundheitssysteme in Kollaboration von ausgewiesenen KI-Instituten in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein (Lübeck/Kiel) mit den medizintechnischen Unternehmen und medizinischen Entwicklungspartnern der Universitätskliniken der Hanseregion. Intelligente Gesundheitssysteme umfassen sowohl adaptive medizinische Systeme als auch lernende robotische Assistenzsysteme und Smart-Living Home-Assistenten.

Die KI-Kompetenzen der Wissenschaftspartner im Bereich Deep Learning, Maschinelles Lernen und Kognitive Systeme werden auf die vielfältigen KI-relevanten Produktinnovationspotenziale der Wirtschaftspartner abgebildet und mittels KI-Entwicklungs- und Plattformprojekten in kooperativen Anwendungsszenarien für den systematischen Aufbau eines vielfältigen KI-Ökosystems genutzt. Eine adaptive Plattform wird als Kooperationsbasis für ein dynamisches Wertschöpfungsnetzwerk entwickelt und etabliert.

Die aussichtsreichsten Projekt-Vorschläge der verbleibenden Teilnehmer werden zum Abschluss des Wettbewerbs prämiert. Sollte sich KI-SIGS durchsetzen können, erhalten wir in der anschließenden Umsetzungsphase die Möglichkeit gemeinsam mit unseren Projektpartnern unser gemeinsames Konzept zu realisieren (ca. 36 Monate, ab Ende 2019).

Künstliche Intelligenz: Durchsetzungsstarke Leuchtturmprojekte realisieren

Im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs will das Bundesministerium herausragende Ansätze für die Anwendung von KI in wichtigen Sektoren der deutschen Wirtschaft fördern. Die eingereichten Ideen stammen aus Bereichen wie Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Industrie, Smart Living, Landwirtschaft, Handel und Bauen.

Der Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zur raschen Umsetzung der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung. Bundesminister Peter Altmaier: „Mit unserem KI-Innovationswettbewerb haben wir offenbar einen Nerv in der Wirtschaft und der Wissenschaft getroffen. Die enorme Resonanz zeigt: Wir haben in Deutschland das Potenzial und den Willen, KI schnell und breit in die Anwendung zu bringen. Das gilt es nun, in die Tat umzusetzen. Unser Ziel ist es, große, durchsetzungsstarke Leuchtturmprojekte in zentralen Bereichen unserer Volkswirtschaft zu realisieren. So tragen wir dazu bei, KI rasch aus den Forschungslaboren auf die Straße zu bekommen.“

Die Projekte haben in der Wettbewerbsphase eine Laufzeit von maximal sechs Monaten bei einer Fördersumme von maximal 900.000 Euro. In dieser Phase sollen herausragende Ansätze für die Anwendung Künstlicher Intelligenz entwickelt werden. Die aussichtsreichsten Konzepte werden im Rahmen von groß angelegten Plattformprojekten mit leistungsstarken Kooperationsverbünden KI-Vorhaben mit Praxisbezug in Kernbereichen der deutschen Wirtschaft umsetzen. Die Projekte der Umsetzungsphase sollen in der Regel über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert werden.